Geschichte

Das Hotel

Das Haupthaus des Gebäudekomplexes am Fuße des Quedlinburger Schlossberges wurde um 1680 im Fachwerkstil erbaut. Eine bauliche Besonderheit ist, dass die Stockschwelle – der Querbalken zwischen den Stockwerken – mit einer barocken Fase versehen ist. Dies ist die früheste Verwendung dieser Bauweise in Quedlinburg. Um 1880 wurden weitere Nebengebäude errichtet.

Als Propsteivorwerk gehörte das Haus östlich unterhalb der Stiftskirche gelegen zum Quedlinburger Damenstift. Viele Jahre wurde hier ein Hotel unter dem namen „Propstei Vorwerk“ geführt.

Seit 2013 gehört das Haus – wie auch das Schwesterhotel Theophano – zu den GildeHotels. Mit dem neuen Namen „Hotel Maria Aurora“ wollen wir unsere Verbundenheit mit den starken Frauen und damit der Geschichte der Stadt Quedlinburg zum Ausdruck bringen.

Die Namensgeberin

Maria (oder auch Marie) Aurora Gräfin von Königsmarck wurde 1662 in Stade geboren. Sie ging 1694 nach Dresden, wo sie mit ihrer Schönheit die Gunst des 8 Jahre jüngeren Kurfürsten August des Starken gewann und zu seiner Geliebten wurde.

Nachdem sie seinen Sohn Moritz Graf zu Sachsen 1696 in Goslar gebar, kühlte die Zuneigung August des Starken ab. So zog Maria Aurora in die Abtei zu Quedlinburg.

Obwohl sie abwechselnd in Berlin, Hamburg oder Dresden lebte, wurde sie 1700 zur Pröpstin in Quedlinburg ernannt. In der Quedlinburger Abtei lebte sie bis zu ihrem Tod 1728.

Maria Aurora war eine vielseitig gebildete Frau. Insbesondere seltene Sprachkenntnisse und ihre musikalische Ader ließen kleinere Literaturwerke, Opernmotive und gar ein paar Liebeslieder entstehen.